Lesung bei „Art von Frei“ in Berlin-Mitte am Fr., 14.7.

Am Freitag, den 14.7., ab 19:00 Uhr werde ich in der Galerie „Art von Frei“ in der Brunnenstraße 187 in Berlin-Mitte lesen und dabei vor allem einen Einblick in mein neues noch unveröffentlichtes lyrisches Material aus den letzten drei Jahren geben. Die Veranstaltung findet im Rahmen der aktuellen Ausstellung „SUMMER SELECTION III“ der Galerie statt, die am 16. Juni eröffnet wurde. Für Getränke wird gesorgt sein, der Eintritt ist frei.

SUMMER SELECTION III
Gruppenausttellug / Group exhibition
Galeriekünstler und Gäste / Gallery artists + guests

Dauer / Duration: 16. Jun – 28. Aug 2017

NINA ANSARI / LI ALIN / INNA ARTEMOVA / JIM AVIGNON / FEHMI BAUMBACH / AVIV BENN / ANDRÉ BOITARD / SASCHA BOLDT / UTA BRAUSER / AZZURRA CECCHINI / KIDDY CITNY / GRIGORI DOR / ISMAEL DUÀ / MARIYAN DYANKOV / OTTMAR HÖRL / EVELIN / JOS DIEGEL / TEKO VAN KUYK / WOLFGANG LUGMAIR / COLETTE LUMIERE / CORRY SIW MIRSKI / ESTELLA MARE / EVA MOLL / JINA PARK / JENS-OLE REMMERS / ANN SCHOMBURG / MARCUS SENDLINGER / ZUZANNA SKIBA / ANNA STAFFEL / BETTY STÜRMER

Image: Courtesy of Art von Frei and the artists, Photography: Stephanie Wächter

 


„Flaschenpost. Eine deutsch-deutsche Geschichte“ erschienen!

Vor wenigen Tagen ist der kurze Roman oder die lange Novelle „Flaschenpost. Eine deutsch-deutsche Geschichte“, die auf wahren Begebenheiten beruht, in der edition scardanelli erschienen. Geschrieben hat dieses Werk meine Mutter, aber ich habe es lektoriert und herausgegeben.
Die Geschichte ist interessant: Und zwar hab ich als Kind immer schon die romantische Phantasie gehabt, eine Flaschenpost bis ins Meer tragen zu lassen, wo sie jemand findet und mir antwortet. Da ich die Flaschen mit den Nachrichten immer nur in unseren heimatlichen mittelhessischen Bach geworfen habe, kamen die natürlich nie weit. Als ich dann 12 Jahre alt und – es war 1987 – bei einem Ferienlager-Urlaub auf einem Fährschiff auf der Ostsee unterwegs war, kam dieser Gedanke wieder hoch, und ich warf eine Flaschenpost ins Meer – zwei Wochen später kam Post von einem Jungen aus der DDR. Zuerst wechselten die Kinder Briefe, dann die Eltern, dann wurde auch telefoniert und Päckchen geschickt, die Mutter des Jungen (frühverrentet, deshalb durfte sie alleine reisen) besuchte uns zu meiner Konfirmation, wir besuchten mit der ganzen Familie die Familie in Thüringen (im Frühjahr 1989) usw. Der Vater der Ost-Familie setzte sich im Sommer 1989 bei einem Jugoslawien-Urlaub alleine ab und floh zu Fuß über die Grenze nach Österreich (die waghalsige Flucht wird sehr spannend geschildert), die Familie kam dann nach der Maueröffnung nach in den Westen, usw usw.
Es ist ein sehr unterhaltsames, gut lesbares und zeitgeschichtlich interessantes Buch. Die beiden Familien und die unterschiedlichen Lebensumstände in Ost und West werden sehr eindringlich und schön beschrieben, auch die im Vergleich zu heute „heile Welt“ im Westdeutschland der 80er wird schön eingefangen, das Ehepaar und Eheleben und der Alltag einer Hausfrau und Mutter bringt einige komische Momente, und vor allem die ungewöhnlich zustande gekommene Frauenfreundschaft zwischen Ost und West besticht.
Achja, und es sieht auch sehr schön aus mit dem von Fritz Bornstück gestalteten Cover 🙂
Ihr könnt es über mich oder bequem bei amazon  für 8,90 Euro (portofrei) bestellen.

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Video Lesung bei „Hansa Wißkirchen im Dialog mit Isa Genzken“

Hier ein Video vom Ende meiner kleinen Lesung bei der Ausstellungseröffnung „Hansa Wißkirchen im Dialog mit Isa Genzken“ am 21.5. im Salon Hansa in Berlin-Moabit. Meine kleine, aber feine Lesung kam beim kleinen, aber feinen Publikum gut an, beide ausstellenden Künstler drückten ihre Begeisterung durch Zwischenrufe aus, Isa Genzken, als eher kritisch bekannt bei literarischen Darbietungen, rief mitten in „Das Gedicht, das du schon immer schreiben wolltest“ hinein: „Großartig!“ und am Ende der Lesung (wie im Video zu hören): „Sehr schön!“. Und nach der Lesung kam die Schauspielerin Inga Busch, die ich noch letztes Jahr auf der Kinoleinwand bewundert hatte, auf mich zu, um mir einen handsignierten Gedichtband abzukaufen. Die Stimmung war gut, locker und gemütlich – wie man im Video sehen kann und hören kann. Isa Genzken sagte beim Abschied dem Veranstalter, es sei „eine ihrer schönsten Ausstellungseröffnungen in Berlin gewesen“ und bedankte sich bei mir nochmal herzlich für den Gedichtband, den ich ihr zukommen ließ, nachdem ihr die Lesung daraus so gefallen hatte.


Bilder von meiner Lesung am 21.5. bei der Ausstellungseröffnung „Hansa Wißkirchen im Dialog mit Isa Genzken“


Lesung am 21.5., um 17 Uhr im Salon Hansa, Berlin-Moabit

Am Sonntag, den 21.5., um 17 Uhr werde ich im Rahmen der Ausstellungseröffnung „Hansa Wißkirchen im Dialog mit Isa Genzken“ im Salon Hansa in der Waldstraße 58 in Berlin-Moabit lesen. Was ich lese? Überrraschung, vielleicht frag ich auch zwischendurch das Publikum, auf jeden Fall auch ein paar neue Gedichte. Danach wird noch gefeiert, für gute Musik und Getränke wird gesorgt sein.


Mein Roman „Selbiger“ ist erschienen!

Heute ist mein Roman „Selbiger“, eigentlich der Vorgängerroman von „Rain Dogs“ erschienen und ist schon bei amazon „auf Lager“ – das ideale Weihnachtsgeschenk für Literaturliebhaber, die romantisch angehauchte Literatur auf gehobenem Sprachniveau zu schätzen wissen:

https://www.amazon.de/dp/1540772780/

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„Der aus der Zeit gefallene Poet Bodo Selbiger wohnt Mitte der Neunziger Jahre in einem idyllischen mittelhessischen Residenzstädtchen. Schon als Kind träumte er sich lieber in Phantasiewelten hinaus, weil er völlig anders war als alle Gleichaltrigen und außerdem absolut unfähig sich zu wehren.
Er schwärmt für Rilke, Jean Paul und Hölderlin, erkennt die ewige Gerechtigkeit in einem Basketball-Wettwerfen von Kindern auf einem Schulhof, spürt die Unsterblichkeit der Seele in einem einsamen Tanz auf einer duftenden Sommerabendwiese, rezitiert auf Feldwegen laut Duineser Elegien, worauf er von dauergewellten Bürgersfrauen angeschaut wird, als ob er gerade einem UFO entstiegen sei, und hat eine solche Angst vor Hunden, dass er regelrechte existenzielle Konfilkte erlebt, wenn er nur einen von weitem sieht oder hört.
Außerdem ist er mit einem philosophierenden graubärtigen pfeifenrauchenden Kneipenwirt befreundet und randständiger Gast in einer Kiffer-Hippie-Grunge-Clique. Doch dann tritt plötzlich die zunächst unscheinbare, dann aber geheimnisvoll-verführerische Nadja in sein Leben, das bisher jedem näheren Kontakt mit dem anderen Geschlecht ausgewichen war …

Einen Roman mit soviel romantischem Geist hat die deutsche Literatur lange nicht mehr gesehen. In einer poetisch ausladenden, verspielten Sprache erzählt Marco Kunz in seinem Ende der Neunziger Jahre verfassten Jugendroman die Geschichte eines Anti-Helden alten Schlages, eines Spinners und Phantasten, der manchmal fast wie ein Wiedergänger des Studenten Anselmus von E.T.A. Hoffmann im letzten Jahrzehnt des zweiten Jahrtausends wirkt.
Ein quasi auktorialer Erzähler kommentiert in klassischer Manier hin und wieder das Geschehen und streut gelegentlich eigene Reflexionen und Zwischenreden ein.
Ein literarisches Update der deutschen Romantik und ein zu entdeckendes Kleinod für jeden, der Freude an romantischer und klassisch-moderner Erzählkunst von Jean Paul bis Hesse und Proust hat.“

Erhältlich über amazon oder direkt über mich oder die edition scardanellli. Taschenbuch, 268 Seiten, Preis: 9,90 Euro

*** WICHTIG: Wer das Buch vor Weihnachten haben möchte, bitte über amazon bestellen! Bei der edition scardanelli wird das Buch erst in ca. drei Wochen auf Lager sein. Wer das Buch vor Weihnachten mit Widmung haben möchte, kann mich anschreiben, es wird dann von mir bei amazon bestellt, mit Widmung versehen und versendet, das macht dann mit Porto und Verpackung 11,50 Euro – ab Januar dann auch über mich oder die edition scardanelli direkt versandkostenfrei (und wenn gewüncht mit Widmung) ***


Roman „Selbiger“ erscheint voraussichtlich am 6.12.

Endlich! Voraussichtlich zu Nikolaus wird „Jugendroman“ SELBIGER bei der edition scardanelli erscheinen! Ich hatte ihn 1996-2000 geschrieben, 2002 noch einmal durchgearbeitet und jetzt noch einmal durchgesehen und kleine Korrekturen angebracht, die aber nicht verändernd in das Werk eingreifen. Auch die alte Rechtschreibung wurde beibehalten.
Für Leser meines Romans Rain Dogs: „Selbiger“ handelt komplett von Bodo und spielt Mitte der Neunziger Jahre in der mittelhessischen Provinz. Thomas und Janosch kommen auch schon vor, aber nur ganz am Rande … Der Roman ist viel romantischer und sprachlich ausladender als „Rain Dogs“, stark beeinflusst von Jean Paul, E.T.A. Hoffmann und Marcel Proust.
Auf den Bildern das alte (sehr mitgenommene) Cover, das ich vor knapp 20 Jahren mit meinen damaligen beschränkten technischen Möglichkeiten für mich privat gemacht hatte (links) – und das neue Cover unter Verwendung eines eigens dafür angefertigten Ölgemäldes von „Blaue Sterne“, mit dem der Roman jetzt erscheinen wird (rechts).
Bald mehr dazu!