Mein Roman „Selbiger“ ist erschienen!

Heute ist mein Roman „Selbiger“, eigentlich der Vorgängerroman von „Rain Dogs“ erschienen und ist schon bei amazon „auf Lager“ – das ideale Weihnachtsgeschenk für Literaturliebhaber, die romantisch angehauchte Literatur auf gehobenem Sprachniveau zu schätzen wissen:

https://www.amazon.de/dp/1540772780/

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„Der aus der Zeit gefallene Poet Bodo Selbiger wohnt Mitte der Neunziger Jahre in einem idyllischen mittelhessischen Residenzstädtchen. Schon als Kind träumte er sich lieber in Phantasiewelten hinaus, weil er völlig anders war als alle Gleichaltrigen und außerdem absolut unfähig sich zu wehren.
Er schwärmt für Rilke, Jean Paul und Hölderlin, erkennt die ewige Gerechtigkeit in einem Basketball-Wettwerfen von Kindern auf einem Schulhof, spürt die Unsterblichkeit der Seele in einem einsamen Tanz auf einer duftenden Sommerabendwiese, rezitiert auf Feldwegen laut Duineser Elegien, worauf er von dauergewellten Bürgersfrauen angeschaut wird, als ob er gerade einem UFO entstiegen sei, und hat eine solche Angst vor Hunden, dass er regelrechte existenzielle Konfilkte erlebt, wenn er nur einen von weitem sieht oder hört.
Außerdem ist er mit einem philosophierenden graubärtigen pfeifenrauchenden Kneipenwirt befreundet und randständiger Gast in einer Kiffer-Hippie-Grunge-Clique. Doch dann tritt plötzlich die zunächst unscheinbare, dann aber geheimnisvoll-verführerische Nadja in sein Leben, das bisher jedem näheren Kontakt mit dem anderen Geschlecht ausgewichen war …

Einen Roman mit soviel romantischem Geist hat die deutsche Literatur lange nicht mehr gesehen. In einer poetisch ausladenden, verspielten Sprache erzählt Marco Kunz in seinem Ende der Neunziger Jahre verfassten Jugendroman die Geschichte eines Anti-Helden alten Schlages, eines Spinners und Phantasten, der manchmal fast wie ein Wiedergänger des Studenten Anselmus von E.T.A. Hoffmann im letzten Jahrzehnt des zweiten Jahrtausends wirkt.
Ein quasi auktorialer Erzähler kommentiert in klassischer Manier hin und wieder das Geschehen und streut gelegentlich eigene Reflexionen und Zwischenreden ein.
Ein literarisches Update der deutschen Romantik und ein zu entdeckendes Kleinod für jeden, der Freude an romantischer und klassisch-moderner Erzählkunst von Jean Paul bis Hesse und Proust hat.“

Erhältlich über amazon oder direkt über mich oder die edition scardanellli. Taschenbuch, 268 Seiten, Preis: 9,90 Euro

*** WICHTIG: Wer das Buch vor Weihnachten haben möchte, bitte über amazon bestellen! Bei der edition scardanelli wird das Buch erst in ca. drei Wochen auf Lager sein. Wer das Buch vor Weihnachten mit Widmung haben möchte, kann mich anschreiben, es wird dann von mir bei amazon bestellt, mit Widmung versehen und versendet, das macht dann mit Porto und Verpackung 11,50 Euro – ab Januar dann auch über mich oder die edition scardanelli direkt versandkostenfrei (und wenn gewüncht mit Widmung) ***

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Roman „Selbiger“ erscheint voraussichtlich am 6.12.

Endlich! Voraussichtlich zu Nikolaus wird „Jugendroman“ SELBIGER bei der edition scardanelli erscheinen! Ich hatte ihn 1996-2000 geschrieben, 2002 noch einmal durchgearbeitet und jetzt noch einmal durchgesehen und kleine Korrekturen angebracht, die aber nicht verändernd in das Werk eingreifen. Auch die alte Rechtschreibung wurde beibehalten.
Für Leser meines Romans Rain Dogs: „Selbiger“ handelt komplett von Bodo und spielt Mitte der Neunziger Jahre in der mittelhessischen Provinz. Thomas und Janosch kommen auch schon vor, aber nur ganz am Rande … Der Roman ist viel romantischer und sprachlich ausladender als „Rain Dogs“, stark beeinflusst von Jean Paul, E.T.A. Hoffmann und Marcel Proust.
Auf den Bildern das alte (sehr mitgenommene) Cover, das ich vor knapp 20 Jahren mit meinen damaligen beschränkten technischen Möglichkeiten für mich privat gemacht hatte (links) – und das neue Cover unter Verwendung eines eigens dafür angefertigten Ölgemäldes von „Blaue Sterne“, mit dem der Roman jetzt erscheinen wird (rechts).
Bald mehr dazu!


Nachtrag: Ergebnis und Preisträger des Gewinnspiels

Schon im Juni bekam am Rande des Lyrikmarkts in der Akademie der Künste der Gewinner des edition-scardanelli-Jubiläums-Gewinnspiels von mir seinen Preis überreicht (Foto): die beiden ersten Bände der Edition, meinen Gedichtbände „Gezeitenrhythmus in HD“ und „Rollen die Wolken durch den Wind“ von Thomas Nessi. Der Gewinner, Steffen Marciniak, ist selbst Lyriker und Erzähler (Aphia Verlag/ Größenwahn Verlag) .
Das Gedicht mit den meisten Stimmen war übrigens „Blau über den Lichtern“.
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Gewinnspiel

Heute vor 2 Jahren ist der erste Band der edition scardanelli, der Gedichtband „Gezeitenrhythmus in HD“ von Marco Kunz, erschienen. Ein paar Tage vor diesem Jubiläum wurde das 150. Exemplar dieses Buches verkauft.
Aus diesem Anlass veranstaltet die edition scardanelli ein kleines Gewinnspiel als Umfrage unter den Lesern. Was ist euer Lieblingsgedicht aus „Gezeitenrhythmus in HD“? Bitte schickt den Titel des Gedichts mit eurem Namen an: edition.scardanelli@gmail.com. Unter den Einsendungen für das Gedicht mit den meisten Stimmen wird der Gewinner ausgelost, der dann ein handsigniertes Exemplar „Gezeitenrhythmus in HD“ und zusätzlich ein Exemplar des Lyrikbandes „Rollen die Wolken durch den Wind“ von Thomas Nessi als Preis zugeschickt bekommt.
Einsendeschluss ist der 1. Mai 2016, das Ergebnis der Abstimmung wird hier veröffentlicht.

danke 150


Artikel mit einer Rezension meines Romans „Rain Dogs“ in der „Wilinaburgia“

In der März-Ausgabe des Mitteilungsblattes des „Wilinaburgia e.V. – Verein der ehemaligen Angehörigen und Freunde des Gymnasium Philippinum Weilburg“ erschien ein bebilderter Artikel über meinen Roman „Rain Dogs“, der eine Rezension von Lothar Diehl, Matthias Kunz und Thomas Nessi enthielt. Auf der derselben Doppelseite war noch ein kurzer Artikel von mir über den Gedichtband „Rollen die Wolken durch den Wind“ meines Freundes Thomas Nessi abgedruckt.
Hier der Text der enthaltenen Rezension die Scans der Originalseiten der Zeitschrift:

„Das Berlin der Jahrtausendwende war schon ein seltsamer Ort. Wer das damals erlebt hat, wird sich beim Lesen an vieles erinnert fühlen: der Geruch und Krach der vielen Baustellen, die Naivität der Provinzler, die in die Hauptstadt strömen, der Umbruch, die Fertigen und das Unfertige.

Wie eine Zeitmaschine versetzt dieser Roman den Leser zurück in diese erst kürzlich versunkene Welt – auch für die, die damals nicht dabei sein konnten – und entfaltet aus den Perspektiven von drei grundlegend verschiedenen Freunden ein vielschichtiges und realistisches Portrait dieser Zeit. Nicht nur die typischen Phänomene des Lebens in der Metropole, sondern auch die Befindlichkeiten der Protagonisten, die frisch aus der mittelhessischen Provinz dort hingezogen sind, werden von innen und außen durchleuchtet.

Marco Kunz erzählt detailliert von den Wirrungen, Freuden und Absurditäten auf der Suche nach nächtlichen Abenteuern, Freundschaft, Kunst, Sex und Sinn. Filmisch gekonnt switcht der Autor durch Szenen und Perspektiven. Dabei baut er eine authentische Nähe zu den Charakteren auf, die einen nicht kalt lässt, sondern mit Verstand und Gefühl augenzwinkernd teilhaben lässt an der getriebenen Verlorenheit seiner Protagonisten Thomas, Bodo und Janosch, die alle drei, so unterschiedlich sie auch sind, in gewisser Weise Archetypen verschiedener Lebensentwürfe seiner Generation verkörpern:

Während Thomas sich gierig in das neue Abenteuer Großstadt stürzt, Partys, Dates und Sex hinterherjagt, leidet Bodo, der aus der Zeit gefallene Poet, an sich, der Welt und dem verplatteten Zeitgeist und verschreckt schon mal eine Angebetete mit Ausführungen zu Goethe und Eckermann; und Janosch, der solide mit seiner Freundin zusammenlebende Krankenpflegeschüler, der zum  Jahrtausendsilvester aus Mittelhessen seine Freunde in der Hauptstadt besucht, sehnt sich danach, auch auszubrechen wie die anderen beiden. Die Spannung zwischen den Hauptpersonen ist dramaturgisch sehr stark umgesetzt. Die äußere Handlung tritt manchmal ein wenig in den Hintergrund, und man bekommt durch innere Monologe einen direkten und ungefilterten Eindruck davon, wie die unterschiedlichen Personen ticken.

Im Dunstkreis des „Millenniums-Nebels“, in ein paar Tagen und Nächten mit viel Bier, billigen Cocktails und Zigaretten, einer bekifft in einer kaputten Bar verpennten Nacht, „postironischen“ Kunst-Events, Blind-Dates, verrückten Begegnungen und einem ausbleibenden Weltuntergang offenbart sich das Lebensgefühl einer beziehungsgestörten und orientierungslosen Generation zwischen analog und digital, ohne doch den Humor zu verlieren und nur totale Aussichtslosigkeit übrig zu lassen. Das Buch liest sich flüssig durch, man wird getrieben von der Neugierde: witzig und besinnlich, laut und leise – sehr lesenswert, wenn man kein Spießer ist, gerne lacht, Abgründe nicht scheut und Freude daran hat, sich in andere Personen hineinzufühlen.“

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Neues „RAIN DOGS“-Video

hier ein weiteres Video von meiner „Rain Dogs“-Lesung am 4.6.15 im „Keith“ in Berlin-Neukölln – die „Nuttenszene“:

Thomas, der seit seinem Umzug nach Berlin als persönlicher Assistent für Behinderte jobbt, versucht schon seit längerem, für seinen Schützling Maik, einen schweren Spastiker, eine Prostituierte zu besorgen, damit der auch mal Sex haben kann. Bisher sind alle Versuch gescheitert, aber diesmal scheint es zu klappen …

Achja, wundert euch nicht, dass man das Publikum gar nicht hört, der Audio-Teil wurde direkt über das Mikro aufgenommen (ja, mit Mischpult und so 😉 )


Artikel in der Print-Ausgabe in der „Märkischen Allgemeinen“ über meine RAIN DOGS-Lesung in Rheinsberg

Märkische Allgemeine